stuckmann pascal springe frei stefan lukschEinen Schönheitspreis gab es für den knappen Auswärtssieg der HSG Deister Süntel beim VfL 1877 Stadthagen mit Sicherheit nicht, aber was zählt sind die beiden Auswärtspunkte. Nicht mehr und nicht weniger.

"Wir hatten heute mit Sicherheit keinen guten Tag und haben auch kein gutes Spiel gemacht", gab HSG-Coach Slava Gorpishin nach Spielende zu Protokoll, "aber die Jungs haben sich in das Spiel hineingekämpft und haben zu keinem Zeitpunkt aufgegeben. Das hat mir sehr gut gefallen."

Zu Spielbeginn fanden die HSG-Herren überhaupt nicht in die Partie und so dauerte es bis zur 8. Spielminute bevor Maximilian Glimm beim 2:1 den ersten Treffer für sein Team erzielte. Doch für mehr Sicherheit im HSG-Spiel sorgte der Treffer keineswegs. Angetrieben vom einem stark agierenden David Aschenbrenner im Stadthagener Gehäuse erhöhten die Gastgeber den Vorsprung über ein 4:1 bis auf 6:2 Tore.

Nach deutlichen Worten während eines Team-Timeouts waren die HSG-Herren dann auf einmal in der Partie und konnten durch ein Tor von Milian Temps und jeweils zwei Treffer von Christoph Tegtmeyer und Max Winter beim 6:7 (26. Min.) erstmals selbst in Führung gehen.

In der Abwehr agierten die Spieler um Torhüter Daniel Schramm nun etwas defensiver und kamen durch einige technische Fehler der Hausherren zu einigen leichten Treffern per Tempogegenstoß. Milian Temps, Maximilian Glimm und zweimal Pascal Stuckmann (siehe Foto) sorgten durch vier Treffer in Folge für eine 7:11 Pausenführung der HSG.

Nach dem Seitenwechsel übernahm dann zunächst der gastgebende VfL wieder das Kommando und konnte eine Viertelstunde vor Spielende beim 17:17 ausgleichen. Wenig später brachte Jorin Frenzel den VfL sogar wieder mit 18:17 in Führung. Der kurz zuvor eingewechselte Routinier Pawel Pietak brachte sein Team mit zwei Treffern in Folge wieder mit 18:19 in Führung und in der Folge sahen die knapp 100 Zuschauer in der Stadthagener Kreisssporthalle eine sehr emotionale und zerfahrene Partie. HSG-Abwehrchef Benedikt Budahn sah nach einer etwas überharten Abwehraktion von den beiden nicht immer sehr sicher wirkenden Schiedsrichtern die rote und blaue Karte und wird der HSG somit mindestens in den nächsten beiden Partien fehlen. Auf der Gegenseite wurde HSG-Torjäger Nils Ertel ebenfalls sehr hart angegangen und konnte nach einem Schlag auf den Kehlkopf nicht weiterspielen. Die beiden Unparteiischen beließen es hier unverständlicherweise bei einer Zeitstrafe für die Hausherren.

In den nun aufkommenden Emotionen auf beiden Seiten hatten die HSG-Herren ihre Nerven etwas besser im Griff als die Hausherren. Einen Ballverlust der Gastgeber nutzte Milian Temps eiskalt aus. Per Tempogegenstoß erzielte der jüngste HSG-Akteur den Treffer zum 22:23 Endstand und machte damit den Auswärtssieg für die HSG Deister Süntel perfekt. Mit der Schlußsekunde erhielt der VfL noch einmal einen Freiwurf zugesprochen, der aber nicht mehr gefährlich wurde.

VfL 1877 Stadthagen: Steffen Bruns und David Aschenbrenner (beide Tor), Tobias Baumgarten 6/1, Nico Harmening 5, Jonas Krückeberg 3, Philip Leinert 3, Lukas Tadge 2, Marc Bohnhorst 2, Jorin Frenzel 1, Lukas Hävemeier, Hauke-Hein Pöppel, Markus Schulze, Veit Blumensaat und Lenard Wieczorek
Trainer: Giovanni Di Noto

HSG Deister Süntel: Daniel Schramm und Marco Baade (beide Tor), Maximilian Glimm 5, Max Winter 5, Milian Temps 4, Pawel Pietak 3/1, Pascal Stuckmann 2, Christoph Tegtmeyer 2, Nils Ertel 2/1, Hannes Schröter, Vincent Gassl, Niklas Röpke, Benedict Noffke und Benedikt Budahn
Trainer: Slava Gorpishin

Zuschauer: knapp 100 in der Kreissporthalle Stadthagen

Siebenmeter: Stadthagen 1/1 - Deister Süntel 2/2

Zeitstrafen: Stadthagen 8 Min - Deister Süntel 2 Min

besondere Vorkommnisse: Stadthagen rote Karte Nico Harmening (3 x 2 Min. / 60. Min.) - Deister Süntel rot/blaue Karte Benedikt Budahn (50.Min.)

Foto: Stefan Luksch