baelle liegen im tor juergen pfliegensdoerfer1Das war die Frage, die sich nach Abpfiff der Partie am Samstagnachmittag jeder in der Halle Harmsmühlenstraße stellte.

Das Aufeinandertreffen der HSG Deister-Süntel II und der MSG Engelbostel/Letter 05 II endete mit einem 27:27 Unentschieden.

Wieder einmal mussten die Deisterstädter etliche verletzungs- und urlaubsbedingte Ausfälle kompensieren. Steven Völksen, Marcel Bogorinsky und Jan Linke stockten den Kader auf und der ehemalige Springer B-Junior Julian Rath gab sein Debüt für die HSG-Reserve. Für den ebenfalls verhinderten Trainer Thorben Kanngießer nahm Jens Kanngießer auf der Bank Platz.

Der Start in die Partie lief für die Hausherren nicht wie geplant. Schnell lag die HSG mit 0:3 hinten und bekam auch in der Folge keinen Zugriff auf das Spiel, sodass sich Jens Kanngießer bereits in der 15. Minute beim Stand von 5:10 gezwungen sah, die erste Auszeit zu nehmen. Doch seine Ansprache sollte zunächst keine Wirkung zeigen. Auch im weiteren Spielverlauf ließen die Deisterstädter im Angriff klare Torchancen aus und kassierten in der Abwehr leichte Treffer von der Außenposition. Zwischenzeitlich wuchs der Abstand auf sechs Tore an (20. Minute), ehe beim Stand von 11:15 der Halbzeitpfiff ertönte.

Gleich nach der Pause zeigten die Gastgeber ihrem Publikum, dass sie noch nicht aufgegeben hatten. Aus einer passiveren Abwehr heraus konnte die HSG viele Bälle gewinnen und ihren Positionsangriff ruhig aufbauen. Der Ball lief gut durch die eigenen Reihen und vor allem Lücken am Kreis wurden nun konsequenter genutzt. In der 40. Minute konnte Sandor Hanisch mit seinem Tor zum 19:19 das erste Mal ausgleichen und in der 50. Minute traf die HSG schließlich per Strafwurf zur ersten Führung. Auch wenn diese am Ende nicht über die Zeit gebracht werden konnte, war der Mannschaft ihr Wille in der zweiten Halbzeit deutlich anzusehen.

„Ich glaube, einen Sechs-Tore-Rückstand konnten wir diese Saison noch nie aufholen. Heute hat die kämpferische Einstellung auf jeden Fall gepasst“, resümierte Interimscoach Jens Kanngießer.

Bild: Jürgen Pfliegensdörfer